How-To und wichtige Informationen zur Einbindung der
Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) in Loco-Soft

Zum Jahresbeginn 2020 ist eine neue Verordnung für elektronische Kassensysteme in Kraft getreten: Die "Kassensicherungsverordnung" (KassenSichV). Durch diese Verordnung hofft der Fiskus, Kassenmanipulationen entgegen zu wirken und damit seine Steuereinnahmen zu sichern.

Allgemeine Informationen zur KassenSichV haben wir bereits für Sie in unserer gesonderten FAQ zusammengefasst. Neben der Belegausgabe-Pflicht umfasst die KassenSichV einen Export der Kassen-Daten via "Digitaler Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme" (DSFinV-K). Technische Grundlage hierzu bildet dabei der Schutz vor Kassen-Manipulation via technischer Sicherheitseinrichtung (TSE). Diese senden wir Ihnen voraussichtlich bis Donnerstag, dem 18.03.21 zu. Bitte beachten Sie, dass es auf Grund des hohen Paket-Aufkommens seitens DHL zu Verzögerungen kommen kann. Zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben der KassenSichV haben Sie die TSE bereits im Jahre 2020 im Rahmen der Kassen-Registrierung verbindlich bei Loco-Soft bestellt.

Für die reibungslose Einbindung der LAN-TSE bedarf es der Beachtung diverser, technischer Besonderheiten. Diese möchten wir Ihnen im Folgenden (unter den Einrichtung-Videos) detailliert erläutern.

Sie haben die Systemvoraussetzungen zur Installation und Einrichtung der TSE entsprechend umgesetzt und möchte diese nun am Windows 10 - TSE-Rechner am jeweiligen Standort installieren? Oder haben Sie diese bereits installiert und möchte sie folgend in Loco-Soft einrichten?

Klicken Sie hierzu im Folgenden auf das gewünschte Video. Hierunter finden Sie zudem jeweils bebilderte Installation- und Einrichtung-Hinweise.


Einleitung: Was sind die nächsten Schritte?

Die Auslieferung und Bereitstellung Ihrer Technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ist in mehrere Teil-Bereiche aufgeteilt:

1. Technische Voraussetzungen

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie unbedingt die technischen Vorgaben zur Einbindung der TSE in Ihr Betrieb-Netzwerk unter dem Punkt "Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen".

Bitte stimmen Sie diese, speziell hinsichtlich der Verwendung des Microsoft-Betriebssystems Windows 10 für den TSE-Rechner (gilt auch für Terminal-Server etc.) sowie der Voraussetzung zur dauerhaften Erreichbarkeit dieses unter selbiger IP-Adresse / Computer-Namen mit Ihrer IT-System-Betreuung ab.

2. TSE-Bereitstellung

Wir übersenden Ihnen in Kürze Ihre in 2020 mit Einführung der KassenSichV bestellte TSE via DHL-Paket. Haben Sie die TSE auch für etwaige Filial- und Neben-Betriebe bestellt, wird diese direkt an den Filial-Betrieb versendet.

3. Installation der TSE mittels LAN-Konnektor-Software am Windows - "TSE-Rechner"

Bitte installieren Sie die TSE gemäß gesetzlicher Vorgaben im lokalen Netzwerk des Standorts, an dem die Loco-Soft-Kasse verwendet wird. Gehen Sie zur Installation der TSE unter Windows gemäß unserer Installation-Anleitung vor.

4. Einrichtung der TSE innerhalb von Loco-Soft

Die Einrichtung der LAN-TSE in Loco-Soft ist aus Sicherheitsgründen (noch) deaktiviert! Die Freischaltung der Einrichtung-Funktion innerhalb von Loco-Soft erfolgt in Kürze via Online-Update. Sobald dieses bereitsteht, werden wir Sie per Loco-News und Kunden-Information-System-Meldung (KIS) direkt in Loco-Soft informieren. Die Einrichtung-Hinweise in Loco-Soft, stellen wir Ihnen parallel zur Freischaltung der Funktion in Loco-Soft zur Verfügung.

5. Signatur Ihrer Kassen-Bewegungen in Loco-Soft

Nach erfolgreicher Einrichtung und Konfiguration der TSE innerhalb von Loco-Soft, werden Ihre Kassen-Bewegungen automatisch mittels der im Betrieb eingerichteten TSE signiert. Die Signatur-Informationen werden zudem auf dem Kassen-Beleg ausgegeben.

Zur Erinnerung: Was ist die KassenSichV?

Die Kassensicherungsverordnung (kurz: KassenSichV) regelt die Anforderungen an Sicherungs- und Aufzeichnungssysteme (Kassen). Darin wird vorgeschrieben, dass ab dem 01.01.2020 alle elektronischen Kassensysteme mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein müssen. Wenn Bar-Umsätze (mittels Bargeld, aber auch EC-Karte, Kreditkarte oder Gutscheine) durch ein Kassensystem erfasst werden, soll diese TSE die elektronischen Aufzeichnungen gegen Manipulationen schützen.

Im Detail beschreibt die KassenSichV umfangreiche, gesetzliche Regelungen zur Erfassung von Kassen-Buchungen, deren Sicherung, Signatur und Speicherung. Außerdem gibt sie genaue Vorgaben zur einheitlichen Bereitstellung eines digitalen Exports zur Kassen-Nachschau und zur Kassen-Belegausgabe. Es ergeben sich folgende drei Bereiche:

  • Belegausgabe-Pflicht
  • Schutz vor Kassen-Manipulation via technischer Sicherheitseinrichtung (TSE)
  • Export der Kassen-Daten via „Digitaler Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme“ (DSFinV-K)
Was ist eine technische Sicherheitseinrichtung (TSE)?

Gemäß der neuen KassenSichV, müssen alle Kassen-Bewegungen künftig durch eine sogenannte „technische Sicherheitseinrichtung“ (TSE) signiert und die entsprechenden Kassen-Buchungen gespeichert werden.

Bei TSE handelt es sich um Hoch-Sicherheitsmodule, welche alle Kassen-Bewegungen signieren und speichern. Hierfür wurden durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestimmte Vorgaben definiert. Diese sind im Rahmen eines umfangreichen Zertifizierung-Prozesses bei unabhängigen Stellen zu belegen.

Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Technische Sicherheitseinrichtung physisch im lokalen Netzwerk des Betriebs eingebunden wird, für den Sie Ihre Kassen-Buchungen durchführen. Dies gilt für Ein-Betrieb- als auch Mehr-Betrieb-Anwender mit zentraler Daten-Verwaltung via (ggf. virtualisiertem) Terminal-Server. Eine gesammelte Verwaltung der TSE aller Betriebe an einem zentralen Standort (z.B. des Haupt-Betriebs) ist leider gesetzlich nicht zulässig.

Die LAN-TSE wird mittels einer zertifizierten "LAN-Konnektor-Software" (Setup-Download) im lokalen Netzwerk eingebunden. Leider unterstützt diese Software (Stand 02.2021) einzig und exklusiv das Microsoft Betriebssystem Windows 10. Windows Server-Betriebssysteme (z.B. Windows Server 2012 R2, 2016 & 2019) sind damit leider nicht kompatibel. Zur Installation und Einrichtung der TSE wird ein Administrator-Zugriff benötigt. Eine Einrichtung- und Installation-Anleitung der TSE stellen wir Ihnen in Kürze an dieser Stelle zur Verfügung.

Der Windows 10 "TSE-Rechner" muss dauerhaft unter gleicher (sich nicht verändernden) IP-Adresse im Netzwerk erreichbar sein. Zwecks Abfrage der aktuellen TSE-Zeit an einem zentralen Zeit-Server, wird zudem ein ständiger / dauerhafter Internet-Zugriff benötigt.

Nutzen Sie in Ihrem Hause einen Terminal-Server, beachten Sie bitte zudem die folgenden Hinweise:

Ein-Standort-Lösung (TS):

Es wird mindestens ein Windows 10 - Client benötigt, an dem die TSE angeschlossen und via LAN-Konnektor-Software eingerichtet wird. Dabei kann es sich um einen bereits vorhandenen Arbeitsplatz-Rechner oder um ein virtualisiertes Betriebssystem handeln. Im Falle eines virtualisierten Betriebssystems, muss die TSE physisch in die virtuelle Umgebung des Windows 10 - Clients übergeben werden. Bitte beachten Sie, dass zur Einbindung der TSE in eine virtualisierte Betriebssystem-Umgebung ggf. weitere Hard- bzw. Software-Produkte (z.B. SEH myUTN-Box) benötigt werden.

Bitte sprechen Sie Ihre IT-Systembetreuung an, welche Anpassungen/Einstellungen ggf. in Ihrem Netzwerk bzgl. VPN/Routing usw. notwendig sind.

Wichtiger Hinweis: Der Windows 10 - Client muss dauerhaft unter gleicher (sich nicht verändernden) IP-Adresse von allen Clients & Terminal-Servern im Netzwerk erreichbar sein, auf denen Loco-Soft genutzt wird und etwaige Kassen-Buchungen erstellt werden.

Mehr-Betrieb- / Mehr-Standort-Lösung:

Hier gelten die gleichen Systemvoraussetzungen wie bei der Ein-Standort-Lösung, beachten Sie jedoch, dass diese Hinterlegungen PRO STANDORT erforderlich sind.

Wird Windows 10 für alle Loco-Soft Arbeitsplätze benötigt? Funktioniert die Loco-Soft Kasse nur noch unter Windows 10?

Nein. Innerhalb des vorherigen Punktes "Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen" ist beschrieben, dass zur Verwendung der LAN-TSE zwingend das Betriebssystem Windows 10 notwendig ist.

Diese Systemvoraussetzung gilt jedoch ausschließlich für den jeweiligen TSE-Client, über den Sie die TSE innerhalb Ihres lokalen Netzwerks einbinden! Ist dieser korrekt im Netzwerk des lokalen Standorts eingebunden, kann die TSE selbstverständlich auch von allen Loco-Soft Arbeitsplätzen (inkl. Windows Server-Betriebssystemen etc.) angesprochen werden. Dies müssen keine Windows 10 - Rechner sein. Heißt, die Loco-Soft Kasse kann damit auch weiterhin wie gewohnt von allen Arbeitsplätzen im lokalen Standort verwendet werden.

Warum erhalten wir die Information zum Einsatz von Windows 10 so kurzfristig?

Leider hat sich kürzlich herausgestellt, dass die LAN-Konnektor-Software (Stand 02.2021) nur unter Windows 10 lauffähig ist. Diese Information lag uns zwar für die Entwickler-, nicht jedoch die finale Anwender-TSE vor. Wir stehen weiterhin im ständigen Kontakt mit unserem TSE-Lieferanten, damit die TSE auch unter anderen Betriebssystemen (im Speziellen Windows Server 2012 R2, 2016 & Server 2019) eingebunden bzw. installiert werden kann. Derzeit müssen wir jedoch davon ausgehen, dass die TSE-Installation vorerst exklusiv unter Windows 10 möglich bleiben wird.

Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten.

Wie funktioniert die TSE?

Gemäß gesetzlicher Vorgabe dient die TSE dem Schutz vor Kassen-Manipulationen. Doch was genau ist der "Schutz vor Kasse-Manipulationen"? Erfolgt eine Buchung innerhalb des Kassensystems, werden sämtliche Buchungsinformationen (Buchungsbetrag / Steuer / Rechnungsinformationen), inkl. einer eindeutigen Signatur-Start- und End-Zeit an die TSE übermittelt.

Diese werden seitens der TSE signiert und daraus resultierend eine eindeutige und einmalige Signatur zurück an Loco-Soft übermittelt. Die Buchung- und Signatur-Informationen werden innerhalb von Loco-Soft und zudem in der TSE selbst gespeichert. Die Signatur Ihrer Belege erfolgt automatisch im Rahmen der Kassenbeleg-Erstellung. Diese muss und kann NICHT manuell angestoßen werden. Die TSE-Signaturinformationen erscheinen gemäß gesetzlicher Anforderungen zudem auf dem Ausdruck.

Gemäß KassenSichV muss der Kassen-Beleg folgende Informationen enthalten:

  • den vollständigen Namen und Anschrift Ihres Autohauses
  • das Beleg-Datum, den Zeitpunkt des Vorgang-Beginns (Start-Transaktion) sowie den Zeitpunkt der Vorgang-Beendigung (Finish-Transaktion)
  • die Transaktionsnummer
  • die Menge, Art und Umfang der gelieferten Waren oder den Umfang und die Art der sonstigen Leistungen
  • für jeden Steuersatz und die Summen der Entgelte sowie die darin enthaltenen Steuerbeträge
  • die Seriennummer des elektronischen Aufzeichnungssystems oder die Seriennummer des Sicherheitsmoduls

Aus Sicherheitsgründen werden darüber hinaus weitere Informationen (z.B. Signatur-Schlüssel etc.) auf Ihrem Kassen-Beleg ausgegeben. Grundsätzlich ist die TSE fünf Jahre gültig (ab dem ersten Einsatz in Loco-Soft).

Maßnahmen zum Schutz vor Manipulationen

Das Start- und End-Datum der Transaktion wird innerhalb der TSE gespeichert. Wird bei der Beleg-Signatur ein früheres Transaktion-Datum als das zuletzt an die TSE übermittelte und chronologisch gespeicherte Datum übermittelt, widerspricht dies der Signatur-Reihenfolge und wird daher als "Manipulation-Versuch" gewertet. Die TSE sperrt sich folgend für weitere Signaturen und ist leider nicht mehr funktionsfähig. Die TSE kann nicht reaktiviert werden und muss in einem solchen Fall durch eine neue Signatur-Einheit ersetzt werden.

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie unbedingt die technischen Vorgaben zur Einbindung der TSE in Ihr Betrieb-Netzwerk unter dem Punkt "Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen".

Warum hat sich Loco-Soft für den Einsatz einer LAN-TSE entschieden?

Neben der LAN-TSE werden weitere Signatur- und TSE-Möglichkeiten angeboten. Dabei bieten alle Systeme Vor- und Nachteile. Diese möchten wir im Folgenden gerne kurz erläutern:

  • Einzel-TSE: Beim Einsatz einer Einzel-TSE wäre eine Kassen-Nutzung einzig und exklusiv von dem Computer möglich, an dem die TSE angeschlossen ist. Damit wäre die Flexibilität bei der Nutzung von Loco-Soft stark eingegrenzt. Gerade diese wird seitens unserer Anwender jedoch geschätzt.

 

  • Cloud-TSE: Dies wäre die flexibelste Lösung. Allerdings war bis zuletzt nicht bekannt, ob diese Art der TSE-Anbindung seitens des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (kurz: BSI) zertifiziert wird. Die Umsetzung und Integration einer TSE-Lösung innerhalb des Kassen-Systems bringt einen Entwicklung-Aufwand von hunderten Entwickler-Tagen mit sich. Daher haben wir uns auch hier gegen eine Integration in Loco-Soft entschieden. Zwischenzeitlich wurden erste Cloud-TSE-Anbieter erfolgreich zertifiziert. Die Abrechnung der Cloud-TSE erfolgt monatlich. Dabei sind uns Preise von 20,00 - 80,00 EUR pro Monat und Standort bekannt. Diese TSE-Lösung wurde daher ebenso auf Grund der monatlichen Zusatz-Belastung für unsere Anwender-Betriebe nicht angenommen.

 

  • LAN-TSE: Diese wird an einem Windows-Client angeschlossen und mittels "LAN-Konnektor-Software" eingerichtet. Dies war unserer Ansicht nach für unsere Anwender-Betriebe die beste Anbindung-Möglichkeit. Leider hat sich kürzlich herausgestellt, dass die LAN-Konnektor-Software (Stand 02.2021) nur unter Windows 10 lauffähig ist. Diese Information lag uns zwar für die Entwickler-, nicht jedoch die finale Anwender-TSE vor. Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten.
Was bedeutet, dass der (Windows 10) - "TSE-Rechner" dauerhaft unter gleicher IP-Adresse / Namen erreichbar sein muss?

Der "TSE-Rechner" sollte dauerhaft, mindestens jedoch während Ihrer Geschäftszeiten eingeschaltet und im Netzwerk erreichbar sein. Die Kommunikation zwischen Loco-Soft und TSE erfolgt u.a. mittels IP-Adresse bzw. über den Computer-Namen. Gewöhnlich wird die IP-Adresse der Computer (Clients) im Netzwerk in regelmäßigen Abständen (z.B. beim Neustart) via DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) neu vergeben. In diesem Fall wäre die TSE unter der bisher zugewiesenen IP-Adresse / Computer-Namen nicht mehr erreichbar.

Stellen Sie daher sicher, dass die IP-Adresse des "TSE-Rechners" z.B. auch bei einem Computer-Neustart nicht via DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol) neu vergeben wird. Stimmen Sie sich hierzu ggf. mit Ihrer IT-System-Beratung ab.

Warum wird Windows 10 zwingend zur Einrichtung der TSE am "TSE-Rechner" benötigt?

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie unbedingt die technischen Vorgaben zur Einbindung der TSE in Ihr Betrieb-Netzwerk unter dem Punkt "Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen".

Die zur Einbindung der TSE benötigte LAN-Konnektor-Software ist (Stand 02.2021), leider nur für Windows 10, nicht jedoch für Windows-Server-Betriebssysteme kompatibel. Daher muss die TSE an einem Windows 10 - Client am lokalen Standort mittels LAN-Konnektor-Software installiert und dieser folgend im Netzwerk eingebunden werden. Dieser Windows 10 - Client (TSE-Rechner) muss vom Loco-Soft Server dauerhaft erreichbar sein.

Diese Systemvorgabe wurde seitens des TSE-Lieferanten definiert. Da es sich bei der LAN-Konnektor-Software um ein seitens des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zertifiziertes, externes Software-Produkt handelt, haben wir auf diese Systemvoraussetzungen leider keinen Einfluss.

Warum muss der TSE-Rechner sowie Kassen-Clients ständigen Internet-Zugriff haben?

Die Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) wird automatisch und in regelmäßigen Abständen mit einer manipulationssicheren Internet-Zeit beschickt. Die Abfrage dieser Zeit erfolgt gegen einen Online-Server. Kann die Internet-Zeit nicht abgerufen werden, ist eine Beleg-Signatur via TSE nicht möglich.

In diesem Fall erhalten Sie eine Hinweis-Meldung. Der Fehler-Status wird ebenso auf dem Kassen-Beleg ausgedruckt. Die Abfrage der Internet-Zeit erfolgt zum Einen während des Einrichtung- und Installation-Prozesses der TSE, als auch dauerhaft und automatisch während Ihrer Kassen-Buchungen etc.

Werden zur Installation der TSE LAN-Konnektor-Software unter Windows 10 besondere Rechte benötigt?

Ja, im Rahmen des Installation-Prozesses der LAN-Konnektor-Software werden automatisch diverse System-Einstellungen (z.B. Port-Freigabe des TSE-Kommunikation-Port 4433 innerhalb der lokalen Firewall) vorgenommen. Aus diesem Grund werden zur Installation der LAN-Konnektor-Software administrative Benutzer-Rechte benötigt.

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie unbedingt die technischen Vorgaben zur Einbindung der TSE in Ihr Betrieb-Netzwerk unter dem Punkt "Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen".

Wo muss die TSE (auch bei Mehr-Filial-Betrieben) physisch angeschlossen und eingebunden werden?

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Technische Sicherheitseinrichtung physisch im lokalen Netzwerk des Kassen-Betriebs eingebunden wird. Dies gilt sowohl für Ein-Betrieb- als auch Mehr-Betrieb-Anwender mit zentraler Daten-Verwaltung via Terminal-Server. Eine gesammelte Verwaltung der TSE aller Betriebe an einem zentralen Standort (z.B. des Haupt-Betriebs) ist leider nicht zulässig.

Lt. Aussage des Deutschen Fachverband für Kassen- und Abrechnungssystemtechnik e.V. (DFKA e.V.) sind Kassen- und Steuerprüfer der Länder dazu angehalten, dies im Rahmen einer Kassen-Nachschau zu überprüfen. Bitte beachten Sie diese Vorgabe daher bei der Einrichtung der TSE in Ihrem Netzwerk.

Die zur Einbindung der TSE benötigten LAN-Konnektor-Software ist (Stand 02.2021) leider nicht für Windows Server-Betriebssysteme (z.B. Windows Server 2012 R2, 2016 & 2019) kompatibel. Wir empfehlen Ihnen, die TSE an einem Windows 10 - Client (Voraussetzungen, siehe im Bereich "Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen") mittels LAN-Konnektor-Software zu installieren und diesen folgend im Netzwerk einzubinden. Dieser Windows 10 - Client muss vom Loco-Soft Server dauerhaft erreichbar sein.

Mehr-Filial-Betriebe benötigen somit einen Windows 10-Client sowie min. eine TSE pro Standort, an denen Sie die Loco-Soft Kassen verwenden.

Wichtiger Hinweis: Bitte beachten Sie unbedingt die technischen Vorgaben zur Einbindung der TSE in Ihr Betrieb-Netzwerk unter dem Punkt "Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen".

Wäre eine zentrale Verwaltung aller TSE aller Betriebsstätten bei mehreren Mandanten / Filialen direkt am Hauptstandort nicht effektiver?

Ja, hier teilen wir eindeutig Ihre Meinung! Eine zentrale Verwaltung aller TSE an einem Standort wäre sicherlich effektiver und hinsichtlich der Administration sinnvoller.

Der Gesetzgeber schreibt jedoch vor, dass die Technische Sicherheitseinrichtung physisch im lokalen Netzwerk des Kassen-Betriebs eingebunden wird. Dies gilt für Ein-Betrieb- als auch Mehr-Betrieb-Anwender mit zentraler Daten-Verwaltung via Terminal-Server. Eine gesammelte Verwaltung der TSE aller Betriebe an einem zentralen Standort (z.B. des Haupt-Betriebs, bei Mehr-Betrieb-Anwendern) ist leider nicht zulässig.

Lt. Aussage des Deutschen Fachverband für Kassen- und Abrechnungssystemtechnik e.V. (DFKA e.V.) sind Kassen- und Steuerprüfer der Länder dazu angehalten, dies im Rahmen einer Kassen-Nachschau zu überprüfen. Bitte beachten Sie diese Vorgabe daher bei der Einrichtung der TSE in Ihrem Netzwerk.

Wir empfehlen Ihnen daher, dieser gesetzlichen Anforderung gemäß KassenSichV Folge zu leisten.

Können mehrere TSE über einen TSE-Rechner angeschlossen / verwaltet werden?

Ja, aus technischer Sicht können auch mehrere TSE an einem Windows 10 - TSE-Rechner angeschlossen und hierüber verwaltet werden. Die Authentifizierung innerhalb von Loco-Soft erfolgt auch hierbei mittels IP-Adresse, Port und API-Token. Geben Sie diese Daten im Rahmen der TSE-Integration in Loco-Soft an, werden automatisch alle bisher nicht installierten TSE in einer Liste angezeigt. Wählen Sie hier die gewünschte TSE aus.

Bitte beachten Sie dabei jedoch: Der Gesetzgeber schreibt jedoch vor, dass die Technische Sicherheitseinrichtung physisch im lokalen Netzwerk des Kassen-Betriebs eingebunden wird. Dies gilt für Ein-Betrieb- als auch Mehr-Betrieb-Anwender mit zentraler Daten-Verwaltung via Terminal-Server. Eine gesammelte Verwaltung der TSE aller Betriebe an einem zentralen Standort (z.B. des Haupt-Betriebs, bei Mehr-Betrieb-Anwendern) ist leider nicht zulässig.

Lt. Aussage des Deutschen Fachverband für Kassen- und Abrechnungssystemtechnik e.V. (DFKA e.V.) sind Kassen- und Steuerprüfer der Länder dazu angehalten, dies im Rahmen einer Kassen-Nachschau zu überprüfen. Bitte beachten Sie diese Vorgabe daher bei der Einrichtung der TSE in Ihrem Netzwerk.

Die Verwaltung mehrere TSE über einen TSE-Rechner ist damit also nur zulässig, sofern an selbigem physischen Standort mehrere Betriebe / Mandanten firmieren.

Wir empfehlen Ihnen daher, dieser gesetzlichen Anforderung gemäß KassenSichV Folge zu leisten.

 

Kann die LAN-TSE in Loco-Soft auch ohne LAN-Konnektor-Software verwendet werden?

Nein, die LAN-Konnektor-Software ist ein zwingender Bestandteil zur Einrichtung der TSE im lokalen Netzwerk. Ohne die entsprechende Software kann die TSE nicht eingerichtet oder verwendet werden.

Welche Daten / Informationen werden zur Einrichtung und Kommunikation zwischen Loco-Soft und der TSE benötigt?

Zur Einrichtung / Konfiguration der TSE innerhalb von Loco-Soft, werden folgende Informationen benötigt:

  • unveränderliche (statische) IP-Adresse/Computer-Name Windows 10-Clients, an dem die TSE angeschlossen ist ("TSE-Rechner")
  • TSE - Kommunikation-Port
  • TSE - API-Sicherheitstoken

Diese Informationen dienen zur späteren Authentifizierung der TSE in Loco-Soft.

Woher erhalten Sie diese Informationen? Beachten Sie hierzu den Fragen-Bereich "Wo finden wir die zur Einrichtung der TSE in Loco-Soft benötigten Informationen?".

Wo finden wir die zur Einrichtung der TSE in Loco-Soft benötigten Informationen?

Im Rahmen der Installation der LAN-Konnektor-Software (Download-Link) am Windows 10-Client ("TSE-Rechner"), wird auf dem Desktop eine Verknüpfung mit dem Namen "LAN-TSE-Session" abgelegt. Diese verweist auf die Datei "session.txt" im lokalen TSE-Installation-Verzeichnis des TSE-Rechners. Das Installation-Verzeichnis liegt gewöhnlich unter "C:\PartnerTech\LAN-TSE\".

Öffnen Sie die Verknüpfung "LAN-TSE-Session" auf dem Desktop, bzw. die Datei "session.txt" unter "C:\PartnerTech\LAN-TSE\".

IP-Adresse und Port werden im Bereich "REST API" angezeigt. Den benötigten API-Token finden Sie im Bereich "apiToken".

Diese Informationen dienen zur späteren Authentifizierung der TSE in Loco-Soft.

Wichtiger Hinweis: Bitte stellen Sie sicher, dass TSE bzw. der TSE-Rechner ständig unter selbiger IP-Adresse im Netzwerk erreichbar ist! Bitte beachten Sie zudem unbedingt die weiteren technischen Vorgaben zur Einbindung der TSE in Ihr Betrieb-Netzwerk unter dem Punkt "Zusammenfassung: TSE - Systemvoraussetzungen".

Müssen nicht signierte Kassen-Bewegungen und -Belege, aufgrund eines TSE-Ausfalls, nachsigniert werden?

Die Kassen-Signatur stellt den aktuellen Stand der Kassen-Buchung zum Zeitpunkt des Beleg-Ausdrucks dar. Eine nachträgliche Signatur der Belege ist daher nicht möglich.

Im Falle eines Ausfalls der TSE, wird dies auf den entsprechenden Kassen-Belegen kenntlich gemacht. Sie können die Kasse folgend kurzweilig weiter verwenden. Gemäß Gesetzgeber sind Sie dazu verpflichtet, den Mangel (z.B. durch Ausfall der TSE) unverzüglich zu beheben.

Wird die Loco-Soft Kasse in Pr. 316 / Pr. 317 künftig ohne TSE funktionieren?

Gemäß KassenSichV gilt Loco-Soft als "Kassen-Hersteller". Demnach sind wir dazu verpflichtet, eine TSE-fähige Kasse anzubieten. Diese Anforderung erfüllen wir bereits seit dem 01.01.2020.

Mit Ablauf der "Nichtbeanstandungsregelung bei Verwendung elektronischer Aufzeichnungssysteme im Sinne des § 146a AO ohne zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung" zum 01.04.2021 werden die Loco-Soft Kassen-Funktionen in Pr. 315, Pr. 316 und Pr. 317 ohne TSE zukünftig nicht mehr zur Verfügung stehen.

Wir haben im Rahmen der Kassen-Registrierung eine TSE bestellt, möchte die Kasse in Loco-Soft künftig jedoch nicht nutzen. Kann ich diese nachträglich stornieren?

Gemäß gesetzlicher Vorgaben hat die TSE eine begrenzte Lebensdauer von max. 5 Jahren zzgl. einer kurzen Karenz-Zeit für Logistik und Versand.

Diese beginnt ab der TSE-Produktion. Entsprechend können die TSE nicht langfristig gelagert werden. Die TSE wurden entsprechend des von Ihnen angemeldeten TSE-Bedarfs (ausgelöst durch Ihre TSE-Bestellung und Kassen-Registrierung) beim TSE-Lieferanten bestellt. Storno und Rückgabe der TSE ist daher leider nicht möglich.

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